Irgendeine Erwähnung Chinas oder von etwas Chinesischem findet sich in nahezu jedem Buch, das ich lese. Hier sind diese zufälligen und meist unerwarteten Textschnipsel in einer Sammlung von Zitaten gesammelt und chronologisch geordnet.

Fiebrig stand er da, schwach, mit glänzenden Augen und abwesendem Blick, und die Schreibmaschine, die ihm den Arm aus dem Schultergelenk zog, war wie ein Eisen, das von einem riesigen, tief im Mittelpunkt der Erde vergrabenen Magneten angezogen wurde, ein Gewicht aus Säure, die sich bis nach China fressen und ihn hinter sich herschleifen würde.

Der Wagen fuhr wieder an, und als die eingefrorenen Räder sich weiterdrehten, gaben sie schwerfällige, mühevolle, aber melodische Geräusche von sich, als schlügen hängende Glasscheiben gegeneinander – ähnlich den kleinen chinesischen Windspielen, die früher an der Seitenveranda hingen, aber viel lauter und sehr schroff.

Charles Jackson, Das verlorene Wochenende, 1944

Die innere Tür zur Gaststube war eine Schwingtür, die knarrend vor und zurück schwang, während er die Kästen hinauswuchtete. Ein Chinese, dachte Judith, ein großer, weißer, fetter Chinese. Nur nicht so leise wie ein Chinese.

Ich kann den Pass nicht zeigen, sonst bin ich geliefert. Der Chinese läßt nicht mit sich reden. … oder der Wirt hilft mir, der böse Wirt hinter der grünen Tür, der Chinese in der Herberge mit dem alten schönen Namen, aber lieber wären mir die schwedischen Matrosen, dachte Judith, …

Alfred Andersch, Sansibar oder der letzte Grund, 1957

Als wir den zweiten Hof rechts entlanggingen, hielt ich Fischer einen Vortrag über die Serailküchen – mit allen Details über die Sung-, Yuan- und Ming-Porzellane –, aber niemand drehte sich auch nur nach uns um.

Eric Ambler, Topkapi, 1962

„Die schlechte Nachricht ist, Sie haben die Grippe.“
„Grippe?“, fragte Dusman verblüfft. „Nur Grippe?“
„Hongkonggrippe“, ergänzte der Arzt.
„Wie kommt das“, fragte Dusman, da Dr. Patel keine weiteren Angaben machte. „Ich war noch nie in Hongkong.“
„Sie heißt nur so“, erläuterte der Mediziner.

Er wandte sich endlich an das Mädchen, das ihn sympathisch fand.
„Hab ich die Hongkonggrippe nicht von dir?“, fragte er.
„Was ist das denn?“, war ihre Gegenfrage.

Meja Mwangi, Der Tanz der Kakerlaken, 1979

Heute tragen die braunen Handgelenke der afrikanischen Boule-Spieler ein Mao-Abziehbild.

Man vergleiche den Fall seines alter ego Louis Bouilhet, der von China träumte und nie bis England kam.

Wir wissen, dass die Weltausstellung von 1851 seine unerwartete Zustimmung gewann – „eine sehr schöne Sache, obwohl alle Welt sie bewundert“ -, aber seine Aufzeichnungen über diesen ersten Besuch belaufen sich auf bloß sieben Seiten: zwei über das British Museum plus fünf über die chinesischen und indischen Abteilungen im Crystal Palace.

Sein bevorzugtes Regierungsmodell war ein chinesisches – das des Mandarinats; obwohl er ohne weiteres zugab, dass die Chancen, es in Frankreich einzuführen, äußerst gering seien. Sie halten das Mandarinat für einen Rückschritt? „Ich bin im selben Maß Chinese wie Franzose“, erklärte Flaubert. Das heißt, auch nicht mehr Chinese: wäre er in Peking geboren worden, hätte er die dortigen Patrioten zweifellos auch enttäuscht.

Er versucht, wie gesagt, im selben Maß Chinese wie Franzose zu sein.

Verbrachte mit dem Schreiben von L’Idiot de la famille zehn Jahre, während deren er maoistische Traktate hätte schreiben können. Flaubert erschien 1952 auf einer französischen Briefmarke (Wert 8 F + 2 F). Es ist ein nichtssagendes Portrait „nach E. Giraud“, auf dem der Romancier – dessen Züge leicht chinesisch anmuten – mit einem untypisch modernen Hemdkragen und Schlips ausstaffiert worden ist.

Julian Barnes, Flauberts Papagei, 1984

Indem uns der Spiegel ein auf der horizontalten Achse verkehrtes Bild zurückwirft, produziert er einen Effekt, der an Zauberei denken läßt: er betrachtet uns von außen, und doch ist es, als würde er unser Innerstes nach außen kehren, und unser Anblick ist uns nicht gleichgültig, er fesselt und verstört uns wie kein anderer Anblick: die taoistischen Philosophen nannten das den „zurückgeworfenen Blick“.

Antonio Tabucchi, Indisches Nachtstück, 1984

Die unteren Scheiben des Fensters, aus dem man in den Garten sah, waren blau gefärbtes Milchglas, wie es in Caulfield und East St. Kilda in den späten sechziger Jahren en vogue gewesen war. Lola nannte diesen Stil jüdisch-chinesische Architektur.

Lily Brett, Alles halb so schlimm! 1990

Während des Krieges war mein Vater vom College weg eingezogen worden und nach Singapur an die Front gekommen; nach der Kapitulation verbrachte er einige Jahre in Kriegsgefangenschaft.

„Was liest Du da?“ Sie deutete auf mein Buch. Ich zeigte es ihr. Eine Geschichte des chinesisch-vietnamesischen Grenzkonflikts nach dem Vietnam-Krieg. Sie blätterte kurz darin und gab es mir zurück. „Liest Du keine Romane mehr?“

Haruki Murakami, Gefährliche Geliebte, 1992

Ich war, erinnere ich mich auf einmal wieder, damals schnell müde geworden, und nachdem ich den zweihundertsten Demonstranten gezählt hatte, schlief ich in Vaters Armen ein, und später waren wir dann zum Chinesen gegangen, und ich aß zum erstem Mal in meinem Leben süßsaures Hühnerfleisch.

Maxim Biller, Der Anfang der Geschichte, 1994

Am Samstag dann, wie immer, traf sich Ernst mit Elsa. Sie aßen gemeinsam in einem chinesischen Restaurant am Hauptbahnhof zu Mittag und redeten dabei über Elsas Scheidung.

Maxim Biller, Die schönen Stimmen der Erwachsenen, 1994

Ein paar Monate lang zog mein Vater mit seinen neuen Freunden Nacht für Nacht um die Häuser, sie gingen ins Theater Na zábradlí, sie aßen beim einzigen Chinesen der Stadt und betranken sich hinterher im Bystrica, und eines Abends kam er dann endlich mit Miloš Forman ins Gespräch.

… und dann verwandelte sich das Gesicht des Ungetüms ein letztes Mal, die gelbe Haut überspannte plötzlich Mund Nase und Stirn wie bei einem uralten Chinesenkaiser, die Augen blickten matt, wie von einer schrecklichen Sonne gebleicht, die Ohrläppchen, groß und zerfurcht, waren mit grauen und weißen Haare übersät, der Kopf zitterte, und in den Mundwinkeln hingen weiße Krümel.

Maxim Biller, Ein trauriger Sohn für Pollok, 1994

… und ich sah über tausend chinesische Bücher.

Nicholson Baker, Immer weiter für die Zukunft, 1996

Aber der Anblick dieses Trödelhaufens erschreckte ihn nicht. Er trat ein, und die Tür ließ ihr kleines chinesisches Glöckchen erklingen.

Jean-Christophe Rufin, Tage in Asmara, 1999

… im April wurde General Douglas MacArthur, nachdem er eine nicht autorisierte Bemerkung über die Notwendigkeit, China zu bombardieren, zu viel gemacht hatte, von Präsident Truman seines Kommandos im Fernen Osten enthoben.

Nicholson Baker, Die Times 1951, 2001

… und als Amalia schließlich mit dem Kind und einer Amme und Zugehfrau namens Minne, die wie die Neuhoffs aus Westfalen stammte, ins Fort zurückkehrte, schimmerte ihre Schläfenhaut durchsichtig und blaugeädert wie Chinaporzellan.

Michael Kleeberg, Der König von Korsika, 2001

Die Offiziere waren Japaner, die Mannschaft kam aus Taiwan, und es war ein großes und eindrucksvolles Schiff. … Einer von ihnen warf mir eine Schwimmweste zu und rief etwas auf Chinesisch. … Es war ein Gesicht wie die Flügel eines Schmetterlings, weise und irgendwie chinesisch. … Seine Züge – das breite Gesicht, die flache Nase, die schmalen Augen mit der auffälligen Lidfalte – wirkten so elegant. Ich fand, er sah aus, wie ein chinesischer Kaiser. … Er sprach kein Englisch, nicht ein einziges Wort, nicht einmal ja oder nein oder hallo oder danke. Nur Chinesisch.

Yann Martel, Schiffbruch mit Tiger, 2001

Die Ankunft in der Freiheit schockierte Manasseh. Die Familie verließ das Schiff, stieg über die schwankene Landebrücke hinunter auf das Pier, und er sah Neger, Mulatten, Mauren, Türken, Chinesen – Das war Holland?

Sie gingen zunächst über den Zeedijk, wo sie den Eindruck hatten, sie wären in einer Stadt im fernen China angekommen. „Warum mumifizieren die Holländer sie?“ frage Manasseh angesichts von Hunderten braungeschrumpelt ölig auf Stangen hängenden Enten. „Nicht die Holländer. Die Chinesen machen das!“ sagte der Vater nicht, nicht die Mutter, sie gingen sprachlos an diesen Straßenhändlern vorbei, an Läden mit Aufschriften in fremden Schriftzeichen, den den Lampions und den Schälchen, aus denen eine Art Weihrauch aufstieg, süßer Weihrauch.

Die Rettung im Absoluten. Wenn es nicht das wäre, welchen Grund gäbe es sonst, Lisboa zu verlassen und sich in einer chinesischen Vorstadt von einem neujüdischen Dilettanten die Eichel spalten zu lassen, verdammt.

Robert Menasse, Die Vertreibung aus der Hölle, 2001

Bei dem letzten Abendessen war aber alles anders gewesen. Die Eltern nahmen sie das erste Mal zum Chinesen mit, dem einzigen, den es in Prag gab, und noch bevor sie die Speisekarten bekommen hatten, find Vater an zu sprechen. Zuerst erklärte er ihnen, dass sie in einem der besten chinesischen Restaurants Europas waren – die Köche hier seien zwar Tschechen, hätten aber in China ihr Handwerk gelernt. Auch die Ausländer aus dem Westen wüssten das, er habe schon oft gehört, wie sie den Pragen Chinesen lobten, und er sei sehr traurig, dass er in den nächsten Monaten nicht die Möglichkeit haben würde, wieder herzukommen. … Während er die erste süßsaure Suppe seines Lebens aß, während er immer wieder den schweren Porzellanlöffel in seiner Hand wiegte, während er das scharfe Kung-pao fast schon so geschickt wie ein Chinese mit den Stäbchen in sich hineinschaufelte und den von den gebratenen Bananen tropfenden Honig vom Teller leckte, dachte er nur, wie schön dieser Abend war.

Maxim Biller, Ein trauriger Sohn für Pollok, 1994

Die anderen Zimmermädchen waren erfahren, das heißt, die schwere Arbeit hatte sie längst flachgehämmert. Sie sahen aus wie alte Nägel, die noch halb aus den Dielenbrettern hervorstanden. Sie sprachen ein knatterndes Spanisch oder Chinesisch.

Irene Dische, Großmama packt aus, 2005

Wie Kakuzo Okakura, der Autor von „Das Buch vom Tee“, der über den Aufstand der mongolischen Volksstämme im 13. Jahrhundert nicht so sehr deshalb betrübt war, weil er Tod und Verzweiflung gebracht, sondern weil er die wichtigste der Früchte der Song-Kultur, die Kunst des Tees, zerstört hatte, weiß ich, dass er kein zweitrangiges Getränk ist.

… meine eigene Mahlzeit zubereiten – kalte chinesische Nudeln mit Tomaten, Basilikum und Parmesan …

Aber den Stoff für mein Tagebuch habe ich gefunden, als sich zwei junge Chinesinnen auf dem Sprungbrett präsentierten. Zwei langgliedrige Göttinnen mit glänzenden schwarzen Zöpfen, die Zwillinge hätten sein können, so sehr glichen sie einander, doch der Kommentator hat präzisiert, dass sie nicht einmal Schwestern sind. … Nach ein paar anmutigen Hüpfern sind sie gesprungen. … Kurz, die zwei Grazien springen, und ganz am Anfang ist es reine Extase. Und dann, oh Schreck! Plötzlich hat man das Gefühl, dass es eine ganz ganz leichte Verschiebung zwischen ihnen gibt. … Sie sind nicht synchron! Die eine wird vor der anderen ins Wasser tauchen! Es ist schrecklich!

Und plötzlich habe ich den Fernseher an geschrieen: „So hol sie doch ein, so hol sie doch ein!“ … Ist das jetzt die Bewegung der Welt? Eine winzig kleine Verschiebung, die die Möglichkeit der Perfektion für immer ruiniert? … Und dann habe ich mich plötzlich gefragt: Warum wollte man unbedingt, dass sie die andere einholt?

Beim Essen hat Tibères Vater also gesagt: „Wie, Sie kennen das Go nicht, dieses großartige japanische Spiel? Ich produziere gegenwärtig eine Bearbeitung des Romans von Sa Shan, ‚Die Go-Spielerin‘, es ist ein ganz fa-bel-haftes Spiel, das japanische Gegenstück zum Schach. … Völliger Unsinn, was er daherredete. Erstens wurde das Go von den Chinesen erfunden. … Und zweitens ist es kein japanisches Gegenstück zum Schach. … Beim Schach muss man töten, um zu gewinnen. Beim Go muss man aufbauen, um zu leben. …

„Mein Sohn sagt, die Chinesen seien unnachgiebig!“ Wie das mit einer Schabe im Mund so ist, sagt Madaahme Rosen nicht die Chinesen, sondern die Chünösen. Ich habe immer davon geträumt, Chüna zu bereisen. Das ist doch viel interessanter, als nach China zu fahren.

Muriel Barbery, Die Eleganz des Igels, 2006

“For Christsakes, eat something.”
“Vegetables,” Richard says. “Any steamed vegetables?”
“It’s a steak house, not a Chinese restaurant. I’ll see what they can do.” The waiter walks away.

Leno continues, “Also in the news, the Chinese president today said he was giving up fried lice for Lent—or was that Rent?”

He takes Ben to Chinatown for lunch. He takes him to a place that a woman took him on a date about five years ago—Hop Louie’s. The restaurant is deserted except for a large group of Chinese people gathered around an enormous table.
“Are you open?”
“Open and ready to serve.”
They order a bountiful spread—hot-and-sour soup, sweet-and-sour pork, steamed dumplings, fried rice—and immediately Richard feels guilty: they’ve ordered too much, Ben will overeat and have to go back to the husky department.

“When I die, can we have Chinese food?” one of the men asks.

“Why don’t I go down and pick something up?” Ben says. “I can take the stairs. What do you want—pizza, sushi, Chinese?” …
“And you?” Ben asks his father.
“Oh, steamed vegetable dumplings, and maybe, if they have it, soft-shelled crabs.”
“You’re still eating soft-shelled crabs from Chinese restaurants?” she asks.
“Yes, why?”
“That’s what you ate twenty years ago.” 

A. M. Homes, This Book Will Save Your Life, 2006 

Dr. Yunity Mgeuzi-Bila-Shaka. Versteht ihr? Ohne Zweifel eine Revolutionärin. Maoistisch. Alikuwa mtu ya Beijing.

Er war afrikanischen, asiatischen und europäischen Firmenbossen begegnet, die allesamt dazu neigten, in schwarzen Aburĩriern potentielle Diebe zu sehen.

Der Weg, von dem man sprechen kann, ist nicht der ewige Weg. Der Name, den man nennen kann, ist nicht der ewige Name. Im Namenlosen liegt der Ursprung von Himmel und Erde. „Entschuldige bitte, was ist das?“, fragte Nyawĩra. „Diese Zeilen stammen aus dem ‚Tao te king‘ von Lao-Tse, einem schmalen Bändchen, das dieser chinesische Seher mehr als fünfhundert Jahre vor Christus geschrieben hat. Tao. Der Weg. Mögest du in der Mitte des Weges bleiben – gibt es bei uns nicht ein solches Sprichwort?“ …

„Wir brauchen einen passenden Namen dafür“, meinte Kamĩtĩ aufgeregt, als Nyawĩra beim Abendessen im Chou Chinese Gourmet zum ersten Mal über diese Idee sprach.

Sie saßen im Chou Chinese Gourmet, ihrem Lieblingslokal, das sich auf wunderbar angenehme Weise sowohl von den Restaurants der Oberklasse als auch den Spelunken abhob, zumal beide Extreme oft das Revier darstellten, in dem der Geheimdienst wilderte. … Der Kellner brachte die Rechnung und zwei Glückskekse. Nyawĩra bezahlte und nahm einen Keks. Kamĩtĩ nahm den anderen. Fast gleichzeitig brachen sie auf und zogen das kleine Papier heraus, auf dem Prophezeiungen zu lesen sind. „Was steht bei dir drauf?“, wollte Kamĩtĩ wissen. „Nein, sag du erst, was bei dir draufsteht?“ Sie stichelten eine Weile, wer den Anfang machen sollte, dann schnappten sie das Zettelchen des jeweils anderen und lasen. Der Text war identisch: „Sei auf Überraschungen gefasst!“ Sie lachten. „In Ordnung. Erzähl mir bitte den Rest von Vinjinias Geschichte, überrasch mich. Vielleicht sind das die Überraschungen, die die Glückskekse vorhersagen.“

Machokali bewunderte seit jeher die Art des Herrschers, mit Frauen umzugehen, vor allem mit dieser Frau, die sich von einer inbrünstigen Anhängerin Mao Tse-Tungs zu einem treuen Schoßhündchen des Herrschers gewandelt hatte!

Auf die Frage, wo er denn Strategie und Taktik erlernt habe, habe Kaniũrũ den Reportern geantwortet, dass er zwar instinktiv gehandelt, aber sorgfältig Carl von Clausewitz‘ „Vom Kriege“ und Sun-Tzus „Die Kunst des Krieges“ studiert habe.

Ngũgĩ wa Thiong’o, Herr der Krähen, 2006

Ordentlich gereiht standen Schlangen aus steinalten Konserven in den Regalen im Keller, in staubigen Kohorten, wie chinesische Tonkrieger.

… zum Beispiel hat seine Mutter ihn in West-Berlin aus dem herrschaftsfreien Kinderladen genommen, nachdem ihr zu Ohren gekommen ist, dass dort als Disziplinierungsmaßnahme die chinesische Tröpfchenfolter angewendet wird …

Philipp Tingler, Fischtal, 2007

Die Kroaten, offenbar müde geworden, immer wieder Denkmäler mit politischen Botschaften niederzureißen und neue zu errichten, haben neulich ein Denkmal für Bruce Lee enthüllt. Es wurde 2005 im Stadtpark Zrinjevac in Mostar aufgestellt, wo Bruce Lee schlicht den Kampf um Gerechtigkeit ohne komplizierte ethnische Konnotationen symbolisiert. Doch am Tag darauf wurde es bereits von unbekannten Vandalen demoliert.
Wenn Bruce Lee in Mostar und Rocky Balboa in Žitište ein Denkmal bekommen haben, warum sollen wir in Čačak einem authentischen Sexsymbol der achtziger Jahre nicht die Ehre erweisen?

Dubravka Ugresic, Ein Denkmal dem polnischen Wasserinstallateur, 2007

Und obwohl es auf den ersten Blick scheint, dass die Chinesen das Monopol auf elektronische Waren, die Türken und die Marokkaner auf Lebensmittel haben, handelt hier eigentlich jeder mit jedem.
Sie alle – blasse Niederländer, dunkelhäutige Marokkaner, farbige Surinamis, gelbe Chinesen – tragen die gleichen Kleider, deren Preis zehn Euro nicht übersteigt, alle haben denselben Geschmack, alle kaufen die gleichen billigen Sofas, die gleichen Spielsachen aus Kunststoff für Ihre Kinder, die gleichen Fernsehgeräte, alle haben am Handgelenk die gleichen Armbanduhren.

Dubravka Ugresic, Einführung in die Sklavenhaltergesellschaft, 2007

… Auch die Pop-Tarts-Seite ist oft in Aufruhr. … Sie wurden Anfang der sechziger Jahr in China entwickelt.

Nicholson Baker, Der Charme von Wikipedia, 2008

Alexa paßte auf, wurde in jeder Hinsicht selbständig, trat ins Geschäftsleben ein und begann mit Tee aus China zu handeln. Das war damals relativ neu: grüner Tee. Die Leute glaubten noch, Tee würde edlere oder schönere Menschen aus ihnen machen, erst recht grüner Tee. Jedenfalls verstand sich Alexa sehr viel besser mit den Chinesen als mit den Russen …

Lukastik nahm den Hamster und hielt ihn sich ans Ohr. Die Dame aus dem chinesischen Zirkus meldete sich.

Heinrich Steinfest, Mariaschwarz, 2008

Italien ist ein Land, in dem russische Kellner in italienischen Restaurants chinesische Gäste bedienen, sagte ein Russe, der frisch in Italien eingetroffen war.

Dubravka Ugresic, Ich bin eine Fremde, 2008

Eine junge Chinesin in der Schlange kreischt etwas Unverständliches in ihr Handy. Die Stimmen junger Chinesinnen und die junger Marokkaner sind ähnlich durchdringend, denke ich. Dann schiebe ich verschämt diesen Gedanken beiseite.

Dubravka Ugresic, Mein chauvinistisches Ohr, mein menschenfeindliches Auge, 2008

Sollte sich in unserer Welt ohne Grenzen diese lustige Teleportation von Symbolen fortsetzen, könnte es sein, dass man eines Tages die New Yorker Zwillingstürme in Shanghai findet …

Dubravka Ugresic, Serbisches Hollywood, 2008

Ich ertrage die Weisheiten nicht einmal auf den Zetteln bei den chinesischen Glückskeksen.

Dubravka Ugresic, Langes Leben, 2009

Das Internet ist ein Feld, auf dem – wie in einem Albtraum Mao Tsetungs – wirklich tausend Blumen blühen.

Gobelinstickerei als Hobby soll auch in China beliebt sein. … Zorgvliet ist einer der der Amsterdamer Friedhöfe, der eher einem indianischen als einem europäischen Friedhof ähnelt, und zwar weniger wegen des Sandbodens als wegen der Gräber, die wie Beispiele von Schamanentum anmuten.

Auf einem anderen sah ich ein chinesisches Takeaway, frische Hühnerschlegel mit Reis in einer Plastikschachtel. Wer weiß, vielleicht hatten wir es da mit einer bezahlten Dienstleistung zu tun, vielleicht wird jeden Tag um die Mittagszeit frisches Essen ans Grab geliefert. … das Kreuz und der am Strauch daneben hängende indianische dream catcher, ein von einer Reise mitgebrachter, mit Silberfäden bestickter Damenpantoffel und ein buddhistisches Öllämpchen, ein Kunststoffbesteck aus dem Flugzeug und eine chinesische Holzrassel …

Dubravka Ugresic, Karaokekultur, 2009/2010

Der Rezeptionist hatte ein sehr schönes Gesicht, war wahrscheinlich halb Chinese, halb Europäer, eine Mischung, die ich schon immer charmant gefunden hatte.

„Und mit dem Holzhacken, wie das geht, das weißt du?“
„Nein“, sagte ich.
„Es kommt darauf an, genau den Punkt zu treffen, den die Maserung vorsieht. Überleg Dir vorher genau, wo du hintreffen willst.“

Kristof Magnusson, Das war ich nicht, 2010

Untersuchungen von Amnesty International ergaben, dass in China jährlich etwa 6000 zum Tode Verurteilte hingerichtet werden. Neunzig Prozent der transplantierten Nieren kommen von exekutierten Sträflingen. Reiche Ausländer bezahlen zwischen zehn- und vierzigtausend Dollar für eine Niere. Die Organernte endet natürlich nicht bei den Nieren. In chinesischen Gefängnissen werden die Hinrichtungen sehr vorsichtig vorgenommen. Erfreut sich der zum Tode Verurteilte keiner guten Gesundheit, schießt man ihm in die Brust, wenn sich seine Organe zum Ausschlachten eignen, bekommt er einen Kopfschuss.

Dubravka Ugresic, Der Trost der letzten Ressource, 2010

Sie hatte geschickte Hände mit dicken Handflächen und viele Geschäftsinteressen; sie flog nach Dubai, um Gold zu kaufen, nach China um Frauenkleidung zu kaufen, und seit neuestem organisierte sie für eine Firma, die tiefgefrorene Hühner produzierte, den Vertrieb.

Mariama war mit der Fisur ihrer Kundin fertig und besprühte sie mit Glanzspray, und nachdem die Kundin gegangen war, sagte sie: „Ich hole was beim Chinesen.“

Sie hoffte, dass er ihr, wie so oft einen langen Vortrag zum Beispiel über die Geschichte Chinas halten würde, und sie würde mit halbem Ohr zuhören und ihn aufheitern.

Tante Uju lachte und tätschelte die seidenen Extensions, die ihr bis auf die Schulter reichten: chinesisches Haar, die neueste Version, glänzend und glatt, wie es glatter nicht sein konnte; es verhedderte sich nie.

Sie trugen bestickte Kaftane und würzige Parfums, die chinesischen Extensions hingen ihnen auf dem Rücken, ihre Gespräche kreisten schonungslos um Materielles, ihr Lachen war kurz und verächtlich.

Mariama kam mit ölfleckigen braunen Tüten aus dem chinesischen Restaurant zurück und brachte den Geruch nach Fett und Gewürzen mit in den stickigen Salon.

Stephanie, chinesischer Abstammung, ihr Haar ein perfekter schwingender Bob, der auf Kinnhöhe nach innen gewellt war, langte hin und wieder in ihre Handtasche mit Monogramm, nahm eine Zigarette heraus und ging hinaus, um zu rauchen.

„Ich meine, also, ich weiß, dass sie in China Katzenfleisch und Hundefleisch essen.“

… als er durch Asien reiste, war er in China ständig Michael Jordan genannt worden;

Die Konversation war symphonisch, Stimmen flossen in Übereinstimmung ineinander: wie entsetzlich es war, die chinesischen Muschelpflücker so zu behandeln, wie absurd die Idee von Gebühren für höhere Bildung, wie lächerlich die Stürmung des Parlaments durch die Befürworter der Fuchsjagd.

Lasst schwarze Reisende wissen, was sie erwartet. Man wird zwar nicht erschossen, aber es hilft, wenn man weiß, wo die Leute einen anstarren. Im deutschen Schwarzwald wird ziemlich feindselig gestarrt. In Tokio und Istanbul waren alle cool und gleichgültig. Ich Shanghai wurde intensiv gestarrt, in Delhi fies. … Abends versammelten sich sechs oder sieben Freunde in seinem Zimmer, alle weiß, bis auf Min, den großen chinesischen Jungen, dessen Eltern an der Universität lehrten.

„Wie war’s in China?“, fragte Obinze. „Diese Chinesen, ehn. Ein sehr gerissenes Volk. Meine idiotischen Vorgänger in dem Projekt haben alle möglichen unsinnigen Geschäfte mit den Chinesen unterschrieben. Wir wollten ein paar Vereinbarungen revidieren, aber dann kamen fünfzig Chinesen zu der Besprechung und brachten Papiere mit und haben nur gesagt: ‚Unterschreiben Sie hier, unterschreiben Sie da.‘ Sie zermürben Dich mit Verhandlungen, bis sie dein Geld und auch deine Brieftasche haben.“ … die großen Ölfirmen haben sowieso vor, sich aus der Ölförderung an Land zurückzuziehen. Sie wollen sie den Chinesen überlassen und sich nur noch auf Offshore-Förderung konzentrieren.

Chimamanda Ngozi Adichie, Americanah, 2013

Ich weiß nicht, warum wir uns diese absurden Abendessen antun. – Kein Mensch zwingt dich mitzukommen. – Aber sicher. – Aber nein. – Natürlich. – Und diese Plunze in Rot, die noch nicht mal weiß, dass die Japaner keine Atombombe haben! – Was macht das schon? Wer muss so was wissen? – Wenn man die Stärke der japanischen Verteidigungskräfte nicht kennt, und wer kennt die schon?, dann sollte man sich auch nicht in ein Gespräch über die terretorialen Ansprüche im Chinesischen Meer einmischen.

Yasmina Reza, Glücklich die Glücklichen, 2013

Der Terrakotta-Reiter hatte schon eine dünne Staubschicht auf dem Schädel, und vom linken Ohr des chinesischen Wächters glaubte er sogar einen zart schimmernden Spinnwebfaden hängen zu sehen.

Robert Seethaler, Der Trafikant, 2012/13

Während Indien die Software-Branche erobert hat und Länder wie China, Indonesien und Thailand erfolgreich in die Fertigungsindustrie vorgestoßen sind, ist Nigerias Beitrag eher bescheiden. …

Am Eingang des Gebäudekomplexes steht an einem hoch aufragenden roten Tor: Chinatown. Chinatown in Lagos? Und tatsächlich wird uns hier erneut signalisiert: Das ist eine normale Stadt, oder zumindest eine Stadt, die Normalität anstrebt, vergleichbar mit New York, London, Vancouver und San Francisco mit ihren Chinatowns. Dieses hier erfüllt die Norm bis hin zu den chinesischen Schriftzeichen an den Fassaden. Die Chinesen sind angekommen. Überall sind sie zu sehen, als Händler, als Bauunternehmer, als Arbeiter. Lagos ist jetzt ihr Zuhause. Der Chinatown-Komplex wurde 1999 errichtet, dort verkaufen sie Stoffballen, elektronische Geräte, Küchenutensilien. Die Nigerianer kommen scharenweise, schon wegen der niedrigen Preise. Doch die Chinesen haben es nicht leicht. Die Händler haben enorme Schwierigkeiten, ihre Waren durch die nigerianischen Häfen einzuführen. Sie müssen saftige Schmiergelder zahlen, und die Lieferzeiten sind unberechenbar. Während meines Aufenthalts in Lagos lässt die Regierung vorübergehend alle Läden in Chinatown schließen, angeblich wegen Ermittlungen gegen einen CD-Kopierer-Ring. Aber nicht nur die Chinesen sind neu in der Stadt.

Sie hoffen von uns zu lernen, wie man chinesische Unternehmer produziert, daher Ihr Besuch. …

Teju Cole, Jeder Tag gehört dem Dieb, 2007/2014

Es wurden Kurreisen unternommen, festliche Diners veranstaltet, Bälle besucht, Stoffe aus Frankreich bestellt, Hüte genäht, zwei neue Hausmädchen eingestellt, Schmuck und etliche chinesische Porzellanvasen gekauft, die Lara besonders mochte.

„Die Kommunisten müssen auch beim Lernen ein Vorbild sein: Sie sollen zu jeder Zeit sowohl die Lehrer der Massen als auch ihre Schüler sein.“ Mao

Man klaute Gips, Farbfernseher der Marke Rubin, die Schnittmuster aus der Burda, Zement, Analgin, Thermoskannen aus China mit roten Blumen darauf, Wolle Kondensmilch, Brillengläser, Schulhefte für drei Kopeken, Körperpuder, beige Polyestersocken, Pelze, Schneeanzüge (auch in Regionen, in denen es nicht schneite), Kameraobjektive, grüne Plastikschüsseln, Einweggläser, Schallplatten (egal von wem), Zigaretten der Marke Kosmos oder Astra oder Rasierwasser der Marke Hygiene.

Die weißen Strümpfe aus China, die Gobelins mit Jagdszenen an den Wänden, die Mischka im Norden-Schokoladenbonbons, die Estragonlimonade bei Lagizes.

… wir durften nach Nordkorea, China, nach Kuba, nach Guinea, nach Süd-Jemen, nach Somalia, in den Kongo, nach Madagaskar, Kambodscha, Laos, Äthiopien, Angola, Mosambik, Benin, Grenada, Nicaragua, Simbabwe.

„Die Macht erwächst aus dem Lauf eines Gewehrs.“ Mao

Home wurde 1976, fünf Jahre nach Replacement, veröffentlicht, im gleichen Jahr, als ganz Vietnam sozialistische Republik wurde und Saigon aufhörte zu exisitieren und Ho-Chi-Minh-Stadt zu leben begann, als Mao Zedong starb und China ein verheerendes Erdbeben heimsuchte, als freue sich die Erde hämisch über den Tod des großen Diktators …

Nino Haratischwili, Das achte Leben (Für Brilka), 2014

An der Wand stand ein hohes Regal mit Büchern und chinesischen Vasen.

Niemand hatte bemerkt, wie zwei große chinesische Vasen, die oben auf dem Regal standen, sich immer weiter Richtung Rand bewegten, kurz wackelten und dann krachend auf den Köpfen der zwei Ganoven landeten.

Ute Krause, Die Muskeltiere. Einer für alle, alle für einen, 2014

Ich beginne, das Bücherregel zu durchsuchen. Fast alle Bände sind auf Deutsch, was für mich so unverständlich ist wie Chinesisch.

Petros Markaris, Zurück auf Start, 2014

— The trouble with capitalism, Alice said, — is that it’s always predicated on growth. But we can’t go on just making more and more things, and using up more of the earth’s resources, we have to cut carbon emissions, to begin with.
— Are you serious? Is there anybody who seriously still thinks there’s time for that? Do you imagine that Chinese heavy industry can run on sunshine?
— We have to live differently. We have to learn to do without things.
— Tell that to the Chinese.

From the kitchen came the rattle of china and cutlery, pan lids chiming, Alice banging the wooden spoon on the side of the pan after stirring.

They were using the good china from the sideboard, the cups weightless and fine, transparent. It you held them up to the light when they were empty you could see set in the base a picture of a woman’s head, strands of her loose hair blowing behind her…

— Ever had a Chinese burn? he said slyly.
— What is that?
— We used to do them in the playground at junior school. Give me your arm.

The had exchanged the reams of tickets they won for a white china vase in the shape of a crumpled boot, which Kasim said he was going to give as a present to Alice, just to watch how it put her on the spot, having to appear grateful when it was the ugliest thing she’d ever seen.

Ceremonially, over coffee in the dining room, Kasim presented Alice with the china boot.

In the Sorbonne the discussion groups were packed out, day and night. Everyone had their copy of the Little Red Book.

Tessa Hadley, The Past, 2015

Soziale Ungerechtigkeiten ließen sich bestens legitimieren, indem man darauf verwies, dass Wirtschaft und Wohlstand andernfalls nach China abwandern würden.

Elena hatte nichts gegen die Stadt; sie hatte auch nichts gegen London, Washington oder Peking, solange sie nicht hinfahren musste. Sie würde in Hamburg oder München leben, vielleicht sogar in New York oder Singapur, und schon ihre Kinder würden nichts mehr davon ahnen, dass sich ihre Vorfahren eine kümmerliche Existenz aus dem Märkischen Sand gekratzt hatten.

Juli Zeh, Unterleuten, 2016

Ich habe mir alle Bücher aus der Bibliothek ausgeliehen, deren Titel oder Autoren mir bekannt vorkamen, weil meine Freunde sie bei verschiedenen Gelegenheiten erwähnten. Auf meinem Nachttisch liegt nun ein Durcheinander: ein erschreckend dickes Buch namens „Die großen Eingeweihten“, ein Roman von Knut Hamsun, Afrikanische Märchen und schließlich „Die Bahn und der rechte Weg“ des Lao-Tse.

Ich habe mich an chinesischen Lampions orientiert, aber anstatt fernöstliche Motive einzusticken, kleine rote und blaue Dreiecke auf das Papier geklebt.

Theresia Enzensberger, Blaupause, 2017

„Wir haben drei Stunden. Wollen Sie vielleicht etwas zu sich nehmen?“
„Was schlagen Sie vor?“
„Hier in der Nähe gibt es einen chinesischen Imbiss.“
„Chinesisch!“ Ida lachte ungläubig. „Solange es keine Linsen sind. Die habe ich in Marokko zur Genüge gehabt.“

Resolut bugsierte sie eine bleiche Teigtasche in ihrem Mund.

Nicht schlecht, dieses chinesische Maultascherl, wirklich, und die Brühe war auch schön kräftig.

Wenn man sich zu erinnern versucht an dieses New York, aber da ist nichts außer dem feinen Lächeln eines Martin Magner und dem Geschmack von chinesischem Essen. Wenn dieses fremde Essen eigentlich eine gute Stärkung war, aber der Körper nicht nur schwankt, sondern bis hinter die Augen vibriert und keine Zigarette etwas dagegen ausrichten kann und noch eine nicht und eine weitere auch nicht.

Dann machte er aus dem Taktstock doch noch Besteck und fischte Reis aus seiner Schüssel. Sein Ausdruck wurde weich.
„Morgen kommen Diantha und die Kleine nach Hause.“
Ida tunkte ungerührt ein Dim Sum in die Soße.
„So aufgeweckt ist sie, Mama. Und hübsch, sag ich Dir. Wunderhübsch.“
Ida legte die Gabel mit der Teigtasche wieder ab.

So drückte sie tapfer Magners Hand und sagte, wenn der Kurt endlich wieder in der Stadt sei, dann müssten sie unbedingt einmal zusammen zum Chinesen.
„Aber äußerst gern! Es freut mich, dass ich Sie damals auf den Geschmack hab bringen können“, erwiderte Magner.
„Und ob“, sagte Ida, obwohl ihr gerade gar nicht nach Essen war.

Katharina Adler, Ida, 2018

Her head swiveled from side to side as she studied the town. A Chinese restaurant with a faded red and gold dragon on the door.

„I’m normally comatose at seven A.M.“
„Ah, but that’s the old Frances—the new Frances will have already done a sunrise tai chi class and guided meditation by seven,“ said Yao.

Daily schedule for Frances Welty
Dawn: Tai chi class in the rose garden.

They learned tai chi together.

Napoleon parted the wild horse’s mane three times both sides.
He enjoyed the soft swooping moves of tai chi, and this was one of his favorite moves … „The white crane spreads its wings,“ said Yao, and everyone moved in graceful unison with him. It was quite beautiful to see. … Heather didn’t see Napoleon’s tears as they did tai chi. … Heather was the snake that crept through the grass.

Masha’s accent, usually just a flavor, sounded more pronounced than usual to Yao. Yao’s parents were the same. They sounded extra Chinese wehn they were stressed about their internet service or health.

She had joined a tai chi class in the park down the road. She was the only one under the age of seventy.

… he ended up getting a job as a translator of Chinese legal documents. It was dull, laborious work, but it paid the bills.

Liane Moriarty, Nine Perfect Strangers, 2018

… DIE Restpostenkette, mit dem einen Namen, den wirklich jeder kennt, RAMBAZAMBA oder RUCKIZUCKI. Irgendwann dann international, Österreich, Schweiz, China.

Giulia Becker, Das Leben ist eins der Härtesten, 2019