Indem uns der Spiegel ein auf der horizontalten Achse verkehrtes Bild zurückwirft, produziert er einen Effekt, der an Zauberei denken läßt: er betrachtet uns von außen, und doch ist es, als würde er unser Innerstes nach außen kehren, und unser Anblick ist uns nicht gleichgültig, er fesselt und verstört uns wie kein anderer Anblick: die taoistischen Philosophen nannten das den „zurückgeworfenen Blick“.
Antonio Tabucchi: Indisches Nachtstück (Original 1984), Übersetzung von Karin Fleischanderl (1994) Hanser