Reif, Herrenchiemsee, 2017

Aus dem Regal in einer Ferienwohnung wähle ich dieses Buch, weil es schmal ist, und wir nicht lange dort sind. Ich mag Geschichten, in denen jemand alleine reist.
Während dieser Reise in Indien ist auch einmal die Rede von der daoistischen Philosophie.

Indem uns der Spiegel ein auf der horizontalten Achse verkehrtes Bild zurückwirft, produziert er einen Effekt, der an Zauberei denken läßt: er betrachtet uns von außen, und doch ist es, als würde er unser Innerstes nach außen kehren, und unser Anblick ist uns nicht gleichgültig, er fesselt und verstört uns wie kein anderer Anblick: die taoistischen Philosophen nannten das den „zurückgeworfenen Blick“.

Antonio Tabucchi, Indisches Nachtstück, 1984, Übersetzung von Karin Fleischanderl, 1994, München: Hanser

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