Chinesisches in 
Tage in Asmara 
von Jean-Christophe Rufin

Guangzhou, 2018

Nicht viel Chinesisches ist 1985 in Asmara. Nur eine Türglocke in einem kleinen Laden.

Aber der Anblick dieses Trödelhaufens erschreckte ihn nicht. Er trat ein, und die Tür ließ ihr kleines chinesisches Glöckchen erklingen.

Jean-Christophe Rufin, Tage in Asmara, 1999, Übersetzung von Claudia Steinitz, Claassen

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Chinesisches in 
Fischtal 
von Philipp Tingler

Düsseldorf, 2018

„Davon wird man auch nicht interessanter.“, sagt Gustavs Großmutter gerne über die Ausflüge, Umwege und Abwege im Leben. Und damit ist zugleich die ganze abgründige Bürgerlichkeit beschrieben, die das Leben der Hauptfigur bestimmt. Da hilft es auch nicht, dass Hausangestellte und andere Nebenfiguren absurde Nachnamen haben: Busenrost, Pechnest, Weichbrodt, Beutelwitz oder Breitsprecher. Die Erwähnungen von Chinesischem sprechen von Bildungsanspruch gepaart mit Abfälligkeit.

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Wir, ihr und die Anderen – tatsächlich ist die SPD großartig!

Wir sind das Volk!

Wir schaffen das! – Naa, mir brauchen die Asylanten net.

Yes, we can!

Überall steht dieses „wir“, von dem sich manche angesprochen fühlen und andere nicht. Je nachdem, wer da „wir“ sagt, schließt es eine größere Zahl von Menschen ein oder aus, denn genau das ist die doppelte Funktion des „wir“: Einbeziehen und Ausschließen.

Im Chinesischen gibt praktischerweise es zwei Worte für „wir“, eines, das die Angesprochenen mit einbezieht, und eines, bei dem das zumindest offen ist.

Meistens ist das politisch genutzte „wir“ gruselig in seiner Arroganz. Continue reading →

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Bitte lesen: „Unter Weissen“ von Mohamed Amjahid

„Bist Du ein Mann oder eine Frau?“ Eine Chinesin saß neben mir im Bus. Dieser Bus war ausnahmsweise nicht überfüllt. Vor über 25 Jahren in Shanghai hatte ich sehr kurze Haare, und weil ich ohnehin so fremd aussah, verwirrte ich viele Menschen in Shanghai. Die Frau im Bus war nicht die einzige, die mir diese Frage stellte. Manchmal zupfte jemand dabei auch an meiner Kleidung. Oder fragte, nachdem meine Weiblichkeit festgestellt wurde: „Seid ihr Ausländerinnen nicht alle sehr freizügig?“ Continue reading →

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„Aber Frau Kraemer, Kisten sind doch nicht die Lösung!“

Guangzhou 2018

Mein außerordentlich begabter Schüler Julius F. nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um die Bewertung meiner Fotos von der gemeinsamen Reise nach Guangzhou geht. „Warum fotografieren Sie Kisten?“ „Ich habe eine Scheu, Menschen zu fotografieren.“ „Das mag ja sein. Aber Frau Kraemer, Kisten sind doch nicht die Lösung!“

Ich verspreche eine Erklärung. Continue reading →

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An den Setzlingen ziehen, um ihnen beim Wachsen zu helfen

Letzte Woche kam ich im Chinesischunterricht auf die Redewendung 拔苗助长 bá miáo zhù zhăng: Ein Bauer möchte die jungen Setzlinge beim Wachsen unterstützen, indem er an jedem einzelnen etwas rupft. Das Unternehmen ist naturgemäß nicht von Erfolg gekrönt. Die Setzlinge vertrocknen.

Die Zehn- bis Sechszehnjährigen überlegen, wo man dieses Sprichwort anwenden könnte: „Wenn die Eltern und die Schule zu viel von uns erwarten, und wir zu viel lernen und üben müssen!“

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Anselm Bilgri bei der SPD-Harlaching

Anselm Bilgri

Werte und der etwas verstaubte Tugendbegriff müssen gerettet und wiederbelebt werden, wenn wir über Wirtschaft und Politik diskutieren. Das war eines der Ergebnisse des Besuchs von Anselm Bilgri, ehemaliger Prior des Kloster Andechs im Ortsverein Harlaching. Auch chinesische Tugendbegriffe kamen zur Sprache: beim Vertrauen geht es nicht nur um das Vertrauen zu anderen, sondern vor allem auch darum, dass das eigene Verhalten vertrauenswürdig ist!

Zum Artikel auf der Seite der SPD-Harlaching

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Robert Misik:
Der Aufstand der Dummheit

Robert Misik versucht sich in einem kleinen Büchlein, das letztes Jahr erschienen ist, an der Dummheit und sucht nach Wegen, sie zu stoppen. Ich versuche gerne, mich daran zu beteiligen.

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