Die innere Tür zur Gaststube war eine Schwingtür, die knarrend vor und zurück schwang, während er die Kästen hinauswuchtete. Ein Chinese, dachte Judith, ein großer, weißer, fetter Chinese. Nur nicht so leise wie ein Chinese. Ich kann den Pass nicht zeigen, sonst bin ich geliefert. Der Chinese läßt nicht mit sich reden. … oder der…
Chimamanda Ngozi Adichie: Americanah
Mariama war mit der Fisur ihrer Kundin fertig und besprühte sie mit Glanzspray, und nachdem die Kundin gegangen war, sagte sie: „Ich hole was beim Chinesen.“ … Mariama kam mit ölfleckigen braunen Tüten aus dem chinesischen Restaurant zurück und brachte den Geruch nach Fett und Gewürzen mit in den stickigen Salon. Sie hatte geschickte Hände…
Yann Martel: Schiffbruch mit Tiger
Die Offiziere waren Japaner, die Mannschaft kam aus Taiwan, und es war ein großes und eindrucksvolles Schiff. … Einer von ihnen warf mir eine Schwimmweste zu und rief etwas auf Chinesisch. … Es war ein Gesicht wie die Flügel eines Schmetterlings, weise und irgendwie chinesisch. … Seine Züge – das breite Gesicht, die flache Nase,…
Liane Moriarty: Nine Perfect Strangers
Her head swiveled from side to side as she studied the town. A Chinese restaurant with a faded red and gold dragon on the door. Masha’s accent, usually just a flavor, sounded more pronounced than usual to Yao. Yao’s parents were the same. They sounded extra Chinese when they were stressed about their internet service…
Lydia Sandgren: Gesammelte Werke
Vor vielen Jahren war er mit einer Frau zusammen gewesen, die darauf bestand, dass es schlechtes Feng-Shui sei, einen Schreibtisch ins Schlafzimmer zu stellen. „Das soll ein Raum zur Entspannung sein“, sagte sie mit leicht gerümpfter Nase in einem generell angeekelten Gesicht. Elis gelang das Kunststück, in seiner total relaxten Position mit den Schultern zu…
Maxim Biller: Sieben Versuche zu Lieben
… und dann verwandelte sich das Gesicht des Ungetüms ein letztes Mal, die gelbe Haut überspannte plötzlich Mund Nase und Stirn wie bei einem uralten Chinesenkaiser, die Augen blickten matt, wie von einer schrecklichen Sonne gebleicht, die Ohrläppchen, groß und zerfurcht, waren mit grauen und weißen Haare übersät, der Kopf zitterte, und in den Mundwinkeln…
Robert Seethaler: Der Trafikant
Im Behandlungszimmer von Dr. Freud. Der Terrakotta-Reiter hatte schon eine dünne Staubschicht auf dem Schädel, und vom linken Ohr des chinesischen Wächters glaubte er sogar einen zart schimmernden Spinnwebfaden hängen zu sehen. Robert Seethaler: Der Trafikant (2012/13) Kein & Aber
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